04.02.2019

Mähl-Sieben mit Zittersieg

Arnsberg. Um ein Haar hätte Aufsteiger HV Sundern auch im zweiten Duell in der Handball-Bezirksliga Südwestfalen der Herren mit dem Ex-Landesligisten TV Arnsberg gepunktet. 24:23 stand es wenige Sekunden vor Schluss in der Rundturnhalle für die Gastgeber, als Sunderns Jonas Schindler bei doppelter Überzahl frei zum Wurf kam, aber an TVA-Keeper Henning Peitz scheiterte.
„Daran hat es nicht gelegen", befand Frank Schaden, Trainer des HV Sundern, nach der Partie. Er machte vielmehr die vier ausgelassenen Strafwürfe seiner Leistungsträger Chris Spielmann und Thomas Maassen, die Arnsbergs Abwehr in Abschnitt eins mächtig beschäftigt hatten, für die bittere 23:24-Niederlage verantwortlich. „Heute haben wir echt Glück gehabt", räumte auch TVA-Coach Frank Mähl ein.
Fast 300 Zuschauer waren in die Rundturnhalle gekommen und erlebten ein rassiges Derby, in dem die Arnsberger wie schon im Hinspiel (14:26-Niederlage) zunächst einem Rückstand hinterher liefen. Das lag vor allem an der matten Tagesform von Torjäger Dame, der neben drei Treffern zahlreiche Fahrkarten produzierte und nach 15 Minuten auf die Bank musste.
Mit jetzt „kleiner" Rückraumbesetzung versuchte der TV Arnsberg den 7:9-Rückstand aufzuholen, aber der HV Sundern blieb konzentriert, verschaffte sich durch Thomas Maassen sogar einen Drei-Tore-Vorsprung und ging nach der bislang besten Auswärtsleistung mit einer verdienten 13:10-Führung in die Halbzeitpause.
Acht Zeitstrafen für den TV Arnsberg
Die Arnsberger, die mit der Leistung der Netphener Schiedsrichterinnen nicht einverstanden waren und acht der insgesamt zwölf Zeitstrafen erhielten, taten sich auch im zweiten Durchgang weiterhin schwer, ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden, was auch an den mäßigen Leistungen der Torhüter Tobias Mittelstädt und Mats Eberhard lag. Die Wende kam nach dem 16:18, als der auf der halblinken Seite für Druck sorgende etatmäßige Spielmacher Phillipp Mähl, Johannes Mevenkamp und Yannick Mähl zum 19:18 (45.) die erste TVA-Führung erzwangen.
Der eingewechselte dritte TVA-Keeper Henning Peitz konnte anschließend einige Würfe entschärfen, was Kevin Erpelding zum 22:20 (54.) nutzte. Obwohl Thomas Maassen verletzt ausschied, blieb Sundern gefährlich und konnte durch Andreas Grote auf 23:24 verkürzen - es war das letzte Tor in einem packenden Derby, das keinen Sieger verdient hatte.
TVA: Mittelstädt, Eberhard, Peitz; P. Mähl (9/5), Y. Mähl (3), Mevenkamp (3), Dame (3), Erk (2), Erpelding (2), Fischer (1), Pauleck (1), Capristo, Giacosa. - HVS: Vucic, Bies; Spielmann (7), Maassen (6/2), Schindler (3), Bartenstein (2), Hemsath (1), Maas (1), Waelter, Behme, Sterz.


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